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E-Autos aus Tennenbronner Fertigung

(aus Schwarzwälder Bote am 28.10.16)

E-Autos aus Tennenbronner Fertigung

Bereits seit 2 Jahren werden bei Bruker + Günter in Tennenbronn Komponenten für einen namhaften deutschen Hersteller von Elektro-Autos hergestellt. Komponenten mit einer Genauigkeit von 3 Tausendstel Millimeter aus hochlegierten und hochtemperaturfesten Edelstählen.

Der auf Elektroautos entfallende Umsatzanteil des Unternehmens beträgt bereits heute mehr als 10%  des Gesamtumsatzes. Damit sind bei der Bruker+Günter GmbH bereits sehr früh die Weichen auf das Zeitalter nach einer automobilen Welt mit Verbrennungsmotoren gestellt. Darüber hinaus werden auch Komponenten für die neue SCR-Technologie (Selektive catalytische Reinigung), die Dieselfahrzeuge „sauber“ macht, geliefert. Dies ist ebenso eine zukunftsweisende wie umweltschonende und technologisch in den Anfängen stehende Technik zur Erreichung von Schadstoff- und Klimazielen.

Alle wesentlichen europäischen Automobilhersteller und deren bedeutende Systemlieferanten zählen zu den Kunden. Beliefert werden auch einige US-amerikanische Automobilhersteller.

Das Unternehmen, welches auf einbaufertige, qualitätsgeprüfte Präzisionsdrehteile für die Automobilindustrie spezialisiert ist, hat die Fertigungskapazität am Standort in Tennenbronn zuletzt im Jahre 2014 durch einen Neubau nahezu verdoppelt. Alleine in den zurückliegenden 5 Jahren wuchs die Belegschaft von 80 auf  heute mehr als 150 qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weiteres Wachstum ist geplant.

Zu den Besonderheiten des erfolgreichen Unternehmens zählt, dass jedes Jahr 10% des Unternehmensgewinns an die Mitarbeiter als Erfolgsbeteiligung ausgeschüttet werden. Auch, dass es seit einiger Zeit einen Mitarbeiterbeirat gibt, der aus der Mitte der Belegschaft heraus gewählt wird und weitreichende Mitbestimmungsrechte hat.

Bemerkenswert ist, dass aus dem idyllischen Tennenbronn über 45% der Produktion in Länder außerhalb der EU exportiert werden. Dies sowohl auf den amerikanischen Kontinent von USA im Norden, über Mexico und Brasilien bis nach Argentinien im Süden. Ein noch stärkeres Wachstum verzeichnet Bruker + Günter in Asien. Hier werden die Lieferungen nach Thailland, Südkorea, Philippinen, Taiwan und schwerpunktmäßig nach China verschifft.

Ein besonderes Anliegen des Unternehmens ist die Gewinnung von Nachwuchskräften zur Gestaltung der Zukunft. Regional, aber auch überregional verzeichnet die Metallbranche insgesamt starke Zuwächse, so dass eine Ausbildung in diesem Gewerbe für junge Menschen große und interessante Perspektiven bietet. Hier hat Bruker + Günter ein großes Interesse, junge Menschen aus dem Ort für die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker/in oder Maschinen – und Anlagenführer/in zu gewinnen. Neben einem krisensicheren Beruf in einem ständig wachsenden Unternehmen bietet diese Ausbildung aber auch interessante Weiterbildungsmöglichkeiten beispielsweise zum Techniker, Meister oder Ingenieur oder dient als Basis zur Weiterentwicklung in viele Sparten der Metallverarbeitung oder Berufszweige z.B. als Qualitätsmanager oder weitere kaufmännische Berufe der Branche. Bruker + Günter stellt derzeit jährlich bis zu 7 Auszubildende für die genannten Berufe ein, wozu noch die Ausbildung zur Industriekauffrau/-kaufmann und Logistikfachkräfte zu zählen sind. Ein Stab von qualifizierten Ausbildern kümmert sich um die Entwicklung des Nachwuchses im neu geschaffenen Ausbildungszentrum. Zur Rekrutierung des Nachwuchses präsentiert sich Bruker+Günter jedes Jahr auf den Jobmessen der Region.

 

 

 

 

 

Südkurier am 07.03.16 – Bruker und Günter schafft eigenes Zentrum für seine Auszubildenden

Südkurier am 07.03.16

Bruker und Günter schafft eigenes Zentrum für seine Auszubildenden

Das Tennenbronner Unternehmen investiert eine halbe Million Euro und schafft so unter anderem einen modernen Maschinenpark, an dem bis zu 25 Lehrlinge ausgebildet werden können.

Die Firma Bruker und Günter hat ihr neues Ausbildungszentrum in Betrieb genommen. Ausbildungsleiter Karlheinz Barz (zweiter von links) erläutert Oberbürgermeister Thomas Herzog Details, während die Azubis Daniel Muftic (links) und Guiseppe Giuffrida ein Werkstück bearbeiten. Rechts daneben Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck und der kaufmännische Leiter Pol Ekincioglu. Bilder: Roland Sprich

Geschäftsführer Friedrich Scherzinger (rechts) und Oberbürgermeister Thomas Herzog schneiden symbolisch das Band durch und nehmen das Ausbildungszentrum in Betrieb.

Die Auszubildenden Maik Letang (links) und Lucas Fuchs stehen an einer Drehmaschine im neuen Ausbildungszentrum.

 

Tennenbronn – Weil es immer schwieriger wird, qualifizierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden, hat sich der Tennenbronner Drehteilehersteller Bruker und Günter entschlossen, verstärkt auf die eigene Ausbildung zu setzen. Dafür hat das Unternehmen kräftig investiert und für eine halbe Million Euro ein eigenes Ausbildungszentrum geschaffen, das jetzt in Betrieb genommen wurde.

Im Beisein von Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog und dem Wirtschaftsförderer der Stadt Schramberg, Manfred Jungbeck, nahmen die Auszubildenden das neue Ausbildungszentrum in Betrieb. Auf gut 200 Quadratmetern werden die angehenden Zerspanungsmechaniker und Maschinen- und Anlagenführer an den teilweise computergesteuerten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ausgebildet. „Jetzt ist alles viel heller und wir haben deutlich mehr Platz“, sagte Geschäftsführer Friedrich Scherzinger. Der Platz im Obergeschoss wurde bereits beim Bau der neuen Produktionshalle 2014 mit eingeplant. Zuvor war die Ausbildungswerkstatt wenig attraktiv im Keller untergebracht. Derzeit hat Bruker und Günter 15 Auszubildende, davon zwölf im gewerblichen und drei im kaufmännischen Bereich. Mit dem neuen, modernen und hellen Ausbildungszentrum hofft das Unternehmen, ein attraktiver Ausbildungsbetrieb zu sein. „Wir wollen insbesondere die jungen Menschen aus der Region ansprechen“, sagt der kaufmännische Leiter Pol Ekincioglu. Das Ausbildungszentrum mit einem modernen Maschinenpark ist für bis zu 25 Auszubildende ausgerichtet.

Wie Ausbildungsleiter Karlheinz Barz erklärt, sind die Auszubildenden während ihrer zwei- beziehungsweise dreijährigen Ausbildung keineswegs nur im Ausbildungszentrum und mit eigenen Aufgaben beschäftigt: „Durch einzelne Projekte, die von den Azubis abgearbeitet werden, wird unsere Fertigung projektbezogen unterstützt.“ Das heißt, dass die Azubis durchaus auch Teile oder Werkzeuge herstellen, die für die Produktion notwendig sind.

Thomas Herzog freute sich, dass es Unternehmen wie Bruker und Günter gibt, die viel Wert auf die Ausbildung legen: „Gut, wenn das dann auch noch vor Ort ist und die jungen Leute keine langen Anfahrtswege haben.“ Die qualifizierte Ausbildung sichere die Zukunft des Unternehmens und damit auch der Region. „Wenn es den Unternehmen gut geht, geht es in aller Regel auch den Kommunen gut“, sagte Herzog in Anspielung auf die Gewerbesteuer, von auch ausreichend nach Tennenbronn geflossen sei. An die angehenden Fachkräfte gerichtet sagte Herzog, dass man auch ohne Abitur einen guten Job finden könnne. Und dass es mit einer dualen Berufsausbildung viele Weiterbildungsmöglichkeiten gibt.

Das Unternehmen

Die Firma Bruker und Günter ist seit über 50 Jahren Zulieferer von Drehteilen und Baugruppen für die Automobile- und Maschinenbauindustrie. Das erfordert höchste Anforderungen an Qualität und Service. Bruker und Günter hat 150 Mitarbeiter. (spr)

 

Bruker + Günter: Neue Ausbildungswerkstatt

OB Herzog: Wichtig für die Stadt und den Stadtteil

Autor/Quelle:

Martin Himmelheber (him)

Oberbürgermeister Thomas Herzog (Mitte) und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck (fünfter von links) mit Auszubildenden, Ausbildern und Geschäftsleitung im neuen Ausbildungszentrum von Bruker + Günter. Foto: him

 

TENNENBRONN (him) – In Anwesenheit von Oberbürgermeister Thomas Herzog und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck haben Auszubildende, Ausbilder und Geschäftsleitung das neue Ausbildungszentrum der Firma Bruker + Günter eröffnet. Derzeit bildet das Tennenbronner  Unternehmen 17 junge Leute aus.

Posieren für die Fotografen: Oberbürgermeister Herzog und Geschäftsführer Friedrich Scherzinger durchschneiden das Band.

Früher, so Geschäftsführer  Friedrich Scherzinger, sei die Lehrwerkstatt im Keller untergebracht gewesen. „Die war wesentlich kleiner.“ Jetzt auf etwa 250 Quadratmetern Fläche sei man als Ausbildungsbetrieb „für junge Leute attraktiver“. Bis zu 25 Ausbildungsplätze könnte sein Unternehmen künftig anbieten. Das sei für sein Unternehmen wichtig, denn der Fachkräftemangel sei bedrückend: „Wir müssen etwas tun, um unser Wachstum darstellen zu können.“ Da auf dem Arbeitsmarkt Fachkräfte nicht zu bekommen seien, bilde Bruker + Günter seit einigen Jahren verstärkt selbst aus.

Ausbildungsleiter Karl-Heinz Barz erläutert Herzog ein Werkstück.

Karl-Heinz Barz, der die gewerblichen Auszubildenden anleitet, führte Herzog und Jungbeck durch die neue Werkstatt. Er erläuterte die Funktion der verschiedenen Maschinen, an denen die angehenden Zerspanungsmechaniker, und Maschinen.- und Anlagenführer ausgebildet werden.

An der Drehbank. Fotos: him

 

Dabei komme es bei dem Tennenbronner Zulieferer darauf an, dass die jungen Leute die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit erkennen und schon früh in die Produktion einbezogen werden, ergänzte  Pol Ekingcioglu, der für den kaufmännischen Ausbildungsbereich verantwortlich ist. „Die bauen nicht nur Phantasieteile, sondern fertigen auch Vorrichtungen für die Produktion.“ Ausbilder Bernd Kuczawa sagt, dies sei nicht überall üblich und habe den Vorteil, dass die jungen Leute nach Abschluss ihrer Ausbildung direkt in der Produktion arbeiten können.

Geschäftsführer Scherzinger nannte ein Problem beim Anwerben von Nachwuchs: Der Busverkehr von Schramberg und Sulgen her sei schlecht für das Unternehmen. Herzog versprach dies weiter zu geben. Der ÖPNV sei aber Sache des Kreises.

Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck lobte das Engagement der Firma. Es sei wichtig für Tennenbronn, dass direkt vor Ort attraktive Ausbildungsplätze bestehen. OB Herzog würdigte ebenfalls die Investition der Firma. So könnten die Jugendlichen ohne lange Fahrerei eine Ausbildung absolvieren. Er wünschte den Jugendlichen viel Erfolg. Mit der neuen Ausbildungswerkstatt hätten sie nun „keine Ausrede mehr“, wenn es  mit dem Lernen nicht so klappe, scherzte er.